Symposien Freitag, 27. 9. 2019


 
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Saal 3 10:15 - 11:30 27.09.2019
Symposien Fr10
Keratokonus – Neueste Trends in Früherkennung, Therapie und Forschung
Der Keratokonus führt bei betroffenen Patienten zu einer zunehmenden Verdünnung und Vernarbung der Hornhaut. Wichtig sind eine möglichst frühe und sichere Diagnose der Erkrankung, sowie die richtigen Therapieentscheidungen in den verschiedenen Stadien. Dieses Symposium beleuchtet gezielt diese Aspekte: Prognose und Prädiktion bei der Diagnostik, verschiedene Möglichkeiten des Crosslinking und ein Vergleich der Keratoplastiktechniken, von konventionell über Femto-Keratoplastik, bis hin zu DALK und Excimer-Keratoplastik. Außerdem wird auf neueste operative Techniken wie die Bowman Layer Transplantation bei progressivem Keratokonus eingegangen. Neueste wissenschaftliche Methoden mit der Nutzung von Big Data für die Keratokonusforschung werden dargestellt.
Stefan Lang (Freiburg)
Berthold Seitz, Direktor (Homburg/Saar)
Stefan Lang (Freiburg)

Therapeutische Entscheidungen bei Patienten mit Keratokonus werden in der Regel anhand der Progressionserkennung und der aus Studien bekannten Wirksamkeit der möglichen Behandlung gefällt. Erkenntnisse zu Prädiktion und Prognose von Erkrankung und Therapie haben das Potential solche therapeutische Entscheidungen zu erleichtern und zu verbessern.

Philipp Eberwein (Rosenheim)

Der Vortrag gibt, ausgehend von dem „Dresden Protokoll“, eine Übersicht über die weitere Entwicklung der Crosslinking Verfahren bei Keratokonus wie z. B. accelerated crosslinking, Epi-on Crosslinking, customized crosslinking und weitere.

Berthold Seitz, Direktor (Homburg/Saar)

Seit 2010 wurden mehr als 1300 Patieten in unser Homburger Keratokonus Center HKC aufgenommen. Sollte die Hornhaut bereits zu dünn sein oder sollten bereits Visus-relevante Narben vorliegen und damit eine Kontraindikation  gegen intrastromale Ringsegmente bestehen, so ist die Hornhauttransplantation in diesem Stadium der Erkrankung indiziert und weist eine sehr gute Prognose auf. Unsere Methode der ersten Wahl ist seit fast 30 Jahren die kontakt- und damit verformungsfreie perforierende Excimerlaser-Keratoplastik (PKP) mit 8,0 bzw. 8,5 mm Durchmesser - besonders bei prädescemetalen Narben oder nach akutem Keratokonus. Alternativ kann die Excimerlaser-assistierte tiefe (und nur diese!) vordere lamelläre Keratoplastik (DALK) bei prädescemetaler Narbenfreiheit und gutem Endothel in geübten Händen eine probate Option darstellen.  

Stefan Schrader, Klinikdirektor (Oldenburg)

Das Konzept der Bowman-Layer-Transplantation zur Behandlung des fortgeschrittenen progressiven Keratokonus wurde erstmals 2014 von van Dijk et al. vorgestellt. Ziel des Vortrages ist eine kurze Vorstellung des Konzepts, der Indikationsstellung, der bisherigen Studienlage und ein Bericht über eigene Erfahrungen mit der Technik der Bowman-Lamellen-Transplantation sowie eine Diskussion über den Stellenwert der Technik zur Behandlung des Keratokonus.

Karsten Kortüm (München/Ludwigburg)

Zur Behandlungsentscheidung eines Keratokonus muss man viele Daten zur Analyse heranziehen. Es gibt erste Ansätze, mittels künstlicher Intelligenz hier Verbesserungen zu erreichen. In diesem Beitrag werden aktuelle Entwicklungen dargestellt.