Symposien Freitag, 27. 9. 2019


 
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Saal 2 15:00 - 16:15 27.09.2019
Symposien Fr17
Katarakt-Chirurgie bei Patienten mit Makula-Erkrankungen: Praxisnahe Aspekte zu Besonderheiten, Indikationen und Behandlungsergebnissen
Behandlungsbedürftige Pathologien der Makula und Trübungen der Linse treten häufig gleichzeitig auf. Daraus ergibt sich eine Reihe für den klinischen Alltag höchst relevanter Fragen: Lohnt sich eine Katarakt-OP bei Patienten mit Makula-Erkrankungen? Beeinflusst die Katarakt-OP die Prognose der Makula-Erkrankung? Welche Sonderlinsen kommen in Betracht? Wann sollte bei epiretinalen Gliosen kombiniert operiert werden und wann kann zunächst nur die Katarakt operiert werden? Wann sollte eine Katarakt-OP bei gleichzeitigem Bedarf für IVOMs durchgeführt werden? Im Rahmen des Symposiums wird sich ein Panel aus Makula- und Kataraktspezialisten diesen Fragen stellen, sowie in den jeweiligen Beiträgen aus wissenschaftlichen Daten und eigenen Erfahrungen praxisnahe Empfehlungen ableiten.
Oliver Zeitz, Leitender Oberarzt (Berlin)
Hans Hoerauf, Klinikdirektor (Göttingen)
Oliver Zeitz, Leitender Oberarzt (Berlin)

Patienten mit AMD leiden häufig zusätzlich an einer Katarakt. Der eng an den Bedürfnissen der Praxis ausgerichtete Vortrag fasst die Ergebnisse der Operation bei AMD Patienten zusammen und diskutiert Implikationen für eine begleitende IVOM Therapie.

Siegfried G. Priglinger, Klinikdirektor (München)

Die Früherkennung und Behandlung der diabetischen Retinopathie oder Makulopathie vor der Kataraktoperation beeinflusst das endgültige Sehergebnis und spielt eine wichtige Rolle bei der perioperativen Entscheidungsfindung. Ein besseres Verständnis der verschiedenen Faktoren, die für das positive Ergebnis der Kataraktoperation bei diabetischen Patienten verantwortlich sind, kann uns zu einem besseren Gesamtmanagement dieser Patienten und zur Optimierung der Ergebnisse führen.

Hans Hoerauf, Klinikdirektor (Göttingen)

<p class="Literaturverzeichnis1">Die Frage der Katarakt-Operation bei gleichzeitig vorliegender Netzhauterkrankung ist keine Seltenheit und wirft in der täglichen Praxis oft die Frage des zu erwartenden Visusgewinns und des korrekten Timings auf. Im Vortrag werden die Besonderheiten bei der Indikationsstellung einer Katarakt-Operation bei vorliegender epiretinaler Gliose diskutiert. Speziell dabei erhöhte Risiken, wie z.B. das eines postoperativen CMÖ und der Stellenwert entprechender prophylaktischer Maßnahmen werden diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird auch auf die Bedeutung der präoperativen Diagnostik eingegangen, Veränderungen der vitreoretinalen Grenzfläche auch ohne makuläre Leitsymptome und in geringer Ausprägung zu entdecken und so die präoperative Aufklärung der Patienten zu optimieren.

Gábor Scharioth (Recklinghausen)

Für Patienten mit fortgeschrittener Maculopathie stellen implantierbare vergrößernde Intraokularlinsen eine interessante Rehabilitationshilfe dar. Vorteile dieser Systeme sind eine Visusbesserung durch Vergrößerung, eine geringe Abhängigkeit von externen vergrößernden Sehhilfen, eine permanente Verfügbarkeit, kein Risiko des Verlustes oder der Beschädigung und eine verringerte Stigmatisierung der sehbehinderten Patienten. Es werden die verschiedenen Systeme mit Fokussierung auf die Scharioth Macula Linse vorgestellt. 

Jörg Koch (Münster)

Wenn früher die Kombination aus erkrankter Makula und Katarakt oft die Operation der getrübten Linse über weite Grenzen sinnlos erscheinen ließ oder die OP des Anfängers war, hat sich heute, auch unter dem Blickwinkel der Therapieoptionen von Makulaerkrankungen ein Paradigmenwechsel eingestellt: ein optimales visuelles Ergebnis unter minimaler Traumatisierung steht heute im Fokus. Daher schließen sich auch Sonderlinsen mit torischer oder asphärischer Konfiguration bei reduzierter Makulafunktion nicht automatisch aus. OP Planung und Vorgehensweise werden dargestellt.