Keynote Lecture Donnerstag

Jedes Jahr gibt es Themen, die die Welt der Ophthalmologie besonders bewegen. Herausragende Experten behandeln diese Themen umfassend in halbstündigen Vorträgen.

Neue Untersuchungen zeigen, dass metabolischer Stress eine Schlüsselrolle bei der Entstehung des Keratokonus spielt, ebenso wie ein Ungleichgewicht zwischen entzündlichen und anti-entzündlichen Cytokinen, eine Zunahme an Proteasen oder eine Abnahme der Proteinase-Hemmer. Zu den vielversprechenden neuen diagnostischen Möglichkeiten zählt der Biomarker Prolaktin-induziertes Protein (PIP). In der Therapie beweist sich das Crosslinking-Verfahren, das seit 2018 von den deutschen Krankenkassen vergütet wird, als effektiver Behandlungsansatz. Die Langzeitergebnisse der sogenannten Hornhautvernetzung bleiben allerdings noch abzuwarten.

Prof. Dr. Jesper Hjortdal leitet die Klinik für Hornhaut- und refraktive Chirurgie am Universitätsklinikum Aarhus in Dänemark. Seit 2009 ist er Direktor der Dänischen Hornhautbank. Bis heute hat er mehr als 130 Originalarbeiten auf seinem Fachgebiet veröffentlicht. 

Keynote Speaker: Jesper Hjortdal (Aarhus C, DK)

 
engl
Saal von Graefe 11:45 - 12:15 26.09.2019
Keynote Lecture Do13
Keratokonus: New Insights into Pathogenesis, Diagnosis and Therapy
Metabolic stress, imbalance between pro-inflammatory and anti-inflammatory cytokines, and increase in proteases or a decrease in proteinase inhibitors have recently been suggested to play an important role in keratoconus pathogenesis. New biomarkers discriminating between patients with and without keratoconus have recently been shown to be promising and may add to the current corneal shape-based diagnostic tools. Corneal-cross linking is today generally accepted as an effective treatment to halt keratoconus progression although long-term efficacy of the treatment still needs to be determined.
Claus Cursiefen, Klinikdirektor (Köln)
Jesper Hjortdal (Aarhus C)