Europäische Perspektiven – FEOph Symposium

Das FEOph Symposium 2019 ­befasst sich unter dem Titel „To inject or not to inject“ mit der Frage des Pro und Contra der Antiose in der Kataraktchirurgie.

Nach Vorträgen zu diesem Themenbereich, vertiefen Experten aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland die Diskussion, stellen sowohl die in ihren Ländern jeweils übliche Praxis als auch ihre eigene fachliche Sichtweise dar.

 
engl
Saal 2 15:00 - 16:15 28.09.2019
Symposien Sa19
To Inject or Not to Inject? - Antibiotics in Cataract Surgery - FEOph Symposium and Roundtable Discussion
During the FEOph Symposium, junior speakers from France, Great Britain, Germany, Italy and Spain are holding lectures with focus on the „To inject or not to inject? - Antibiotics in Cataract Surgery“. The presentations are followed by a roundtable discussion with five experts from these countries who will discuss the different national approaches and strategies.
Thomas Reinhard, Klinikdirektor (Freiburg)
Wagih Aclimandos (London)
Pier-Enrico Gallenga (Chieti)
Salvador García-Delpech (Valencia)
Philip Gass (München)
Claude Speeg-Schatz (Straßburg)
Andreas Schneider (Hamburg)
Fragestellung: Im Operationssaal ist es üblich, dass bereits sterilen Patienten zum Teil weitere Augentropfen gegeben werden - beispielsweise zur Oberflächenanästhesie oder zur weiteren Weitstellung der Pupillen. Dies kann je nach Prozedere mit konservierten Multi-Dose-Augentropfen erfolgen, welche bei mehreren Patienten angewendet werden. Im Rahmen der Studie wurde durch regelmäßige Abstriche von den Flaschen geprüft, ob diese – trotz Konservierungsmittel – kontaminiert sind. Im Rahmen der Studie erfolgte weiterhin die Auswertung des Keims. Methodik: Im Rahmen der prospektiven Beobachtungsstudie wurden mehrmals wöchentlich Abstriche von konservierten Multi-Dose-Augentropfen im Operationssaal jeweils nachmittags nach Ende des Operations-Programms genommen. Die Abstriche wurden bei 37° kultiviert, um intraokularen Bedingungen zu entsprechen. Zeigte sich nach bis zu 21 Tagen ein makroskopisches Wachstum, wurden die Proben mikrobiologisch untersucht. Ergebnisse: Über den Beobachtungszeitraum von 7 Monaten (06/18-01/19) wurden insgesamt 262 Proben angefertigt. Hierbei zeigte sich bei sechs Proben makroskopisch ein Wachstum, in einer dieser Proben konnte ein Keim (Staphylococcus hominis) nachgewiesen werden. Schlussfolgerung: Die Studie gibt Hinweise dafür, dass die intraoperative Verwendung von konservierten Multi-Dose-Flaschen für mehrere Patienten ein potenzielles Infektionsrisiko darstellt. Der nachgewiesene Keim wurde in der Literatur als möglicher Erreger für Endophthalmitiden beschrieben. Das klinikinterne Prozedere wurde nach Auswertung der Ergebnisse auf Einzeldosen bei intraoperativer Applikation umgestellt.
Juliette Knoeri (Paris)

Antibiotics intravitreal injections are the reference treatment for post cataract endophthalmitis. Which antibiotics should we choose? How often? Which dose? Are antibiotics toxic for the eye? Should we add systemic antibiotics?

Alessio Montericcio (Trapani)
Andrea Llovet (Valencia)
Paolo Meier (London)

Endophthalmitis is a sight threatening infection inside the eye; a rare, but serious complication of cataract surgery. Cataract surgery is currently the most commonly performed elective surgical procedure in the UK. Providers of cataract care and surgeons should be familiar with measures to prevent Endophthalmitis, such as administering intracameral cefuroxime at the time of surgery.

Thomas Neß (Freiburg)
Barbara Ameline (Paris)
Fabrizio Camesasca (Mailand)
Gerassimos Lascaratos (London)
Rafael Bilbao (Madrid)

zurück